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„Stärker mit Games“ – Erfolgreicher Workshop für Jugendliche von 13 bis 18


Gruppenbild mit Dozentinnen

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops „Stärker mit Games“ im HNBK vom 21.-25. Oktober mit den beiden Dozentinnen Svenja Anhut (ganz rechts) und Tolke Weinhold (3. Person von rechts)

Ferien sind für die meisten Schülerinnen und Schüler wohl das Schönste. Dennoch verbrachten einige von ihnen freiwillig eine ganze Woche ihrer Herbstferien in der Schule.

Der Ferienworkshop „Let´s play – Stärker mit Games“ lockte 20 „Gamerinnen und Gamer“ vom 21.-25. Oktober täglich von 10 bis 16 Uhr ins Heinz-Nixdorf-Berufskolleg in Essen.

Die Stadt Essen und das zdi-Netzwerk Essen haben dazu eine Kooperationsvereinbarung mit der Initiative „Stärker mit Games unterzeichnet und führten den Workshop zum Thema „Spieleentwicklung“ zum ersten Mal in dieser Form in Essen durch. Projektträger der Initiative ist die Stiftung Digitale Spielekultur. Die Initiative wird über das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ mit Mitteln des Bundes gefördert.

Unter der Leitung der Game-Designerinnen Tolke Weinhold und Svenja Anhut haben die Jugendlichen die verschiedenen Rollen der Spieleentwicklung ausprobiert und ihre eigenen „Games“ entwickelt. Manch einer mag überrascht sein, dass der erste Workshoptag in einem Raum ohne Computer zugebracht wurde, doch die Entwicklung eines Games beginnt ganz „old school“ – mit Papier und Stift. Für ihr eigenes Spiel musste jeder für sich zunächst eine Spielidee entwickeln. Doch was braucht man für ein gutes Game? Nachdem die Gruppe gemeinsam die „Bausteine“ für ein Spiel erarbeitet hatte, kreierten die Jugendlichen ihre eigenen Spielfiguren, überlegten sich Stories und Aufgaben, die in ihrem Spiel gelöst werden sollen. Einige benötigten Tools oder Waffen für ihre Spielfigur, um Gegner zu besiegen und das selbst festgelegte Spielziel zu erreichen. In kleinen Teams wurden einige Konzepte dann weiterentwickelt und digitalisiert. Vom digitalen Zeichnen der Figuren, über das Erstellen einer Spielumgebung bis hin zum programmieren lernten die Jugendlichen jeden Schritt bis zum fertigen Spiel.

Am Donnerstagnachmittag empfing Jörg Gleißner (Schulleiter Heinz-Nixdorf-Berufskolleg) dann alle am Projekt „Stärker mit Games“ beteiligten Akteure und einige interessierte Gäste zu einer Gesprächsrunde. Auch der Dezernent für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen, Herr Muchtar Al Ghusain, war dabei – um seine Unterstützung für das Projekt zu zeigen, aber auch aus Neugierde, denn das Thema „Gaming“ ist in der schulischen Welt noch ein so junges Thema, über das auch er gerne mehr erfahren wollte. Denn: Dem schulischen Bildungssystem kommt vermehrt die Aufgabe zu, digitale Fertigkeiten zu vermitteln und das gelingt am besten an konkreten, die Jugendlichen wirklich interessierenden Aufgabenstellungen. „Hier können Games einen großen Beitrag leisten, sie sind eine gute Chance Jugendliche zu erreichen und Lerninhalte und Fähigkeiten zu vermitteln“, so Herr Al Ghusain.

Gruppenbild mit Veranstaltern

Von links nach rechts: Muchtar Al Ghusain (Dezernent für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen), Andrea Kalbitzer (GS Bockmühle), Tolke Weinhold (Graphikdesignerin), Carsten Widera-Trombach (CEO Crenetic GmbH Studios), Andreas (Workshopteilnehmer), Celina (Workshopteilnehmerin), Jessica Lingner-Sievers (Bildungsbüro, Stadt Essen), Anja Krumme (zdi), Benjamin Hillmann (Stiftung Digitale Spielekultur), Christoph Hohoff (FOM) , Andrea Schattberg (Bildungsbüro, Stadt Essen), Stefan Ganser (HNBK), Jörg Gleißner (Schulleiter HNBK), Berthold Urch (Schulleiter Alfred-Krupp-Schule) (Foto: Amandus Rauin, BG-17B)

Wie beim gesamten Projekt standen auch bei dieser Gesprächsrunde die Jugendlichen im Vordergrund. So nahmen auch Celine und Andreas als Vertreter der Workshop-Gruppe am Austausch teil und wurden natürlich nach ihrer Motivation zur Teilnahme an einem Workshop in den Ferien und ihren Eindrücken gefragt. Der Spaß und das Interesse am Spiel haben beide motiviert sich anzumelden. „Man kann seine eigenen Ideen umsetzen, seine Kreativität ausleben und hat am Ende sein eigenes Spiel“ sagte Celina. „Jeder war willkommen und hat sich wohlgefühlt“, darin waren sich beide einig.

Im Anschluss präsentierten die Gamerinnen und Gamer dann endlich ihre tollen Spiele und zeigten, wie sie diese entwickelt und programmiert haben. Die Ideen waren vielfältig und fantasievoll – ein Hai, der versucht sich vor dem vielen Plastikmüll im Meer zu schützen und dieses zu vernichten, eine bunte Katze, die mit einem Pinsel durch die Welt läuft und Farbeimer einsammeln muss, um die Welt bunter machen und die düstere Ratte zu bekämpfen zu können oder auch ein „Windows Defender“- ein Schild, das einen Computer vor bösen Viren schützt. Natürlich durften auch die „Erwachsenen“ mal Probe spielen.

Die Ergebnisse des Workshops können hier online eingesehen werden.

Jarno Heymann (BG-19A) präsentiert sein Spiel

Jarno Heymann (BG-19A am HNBK) präsentiert sein Spiel (Foto: Amandus Rauin, BG-17B)

Niklas Andreas Rehm (HI-19C) präsentiert Spiel

Niklas Andreas Rehm (HI-19C am HNBK, rechts im Bild) und sein Team-Partner präsentieren ihr Spiel (Foto: Amandus Rauin, BG-17B)

Zum Schluss hatten die Jugendlichen dann noch die Möglichkeit, ihre Fragen an Carsten Widera-Trombach, Spielentwickler und Geschäftsführer von CEO Crenetic GmbH Studios in Mülheim, zu richten und mehr über die Möglichkeiten und beruflichen Chancen in der Gaming-Branche zu erfahren.

Abschlussrunde

Abschlussrunde (Foto: Amandus Rauin, BG-17B)

Der Workshop konnte als erfolgreiches Pilotmodell verbucht werden, so dass sich alle Beteiligten schon im November wiedertreffen wollen, um über eine Fortführung und Ausweitung dieses Projektes zu sprechen.

Flyer zur Veranstaltung als PDF.

Text: Bildungsbüro der Stadt Essen, mit freundlicher Genehmigung der Stadt Essen (Hervorhebungen und geringfügige Bearbeitung: HNBK/ERT).