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Am 12. Februar 2025 wurde auf dem Dach des Heinz-Nixdorf-Berufskollegs (HNBK) die neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Die Anlage ist Teil des Programms SmartQuart „Reallabore der Energiewende“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, in dem nachhaltige Energielösungen für urbane Quartiere entwickelt und umgesetzt werden. Das HNBK ist von Anfang an und als einzige Schule beteiligt. An der feierlichen Inbetriebnahme der neuen Anlage nahmen neben Oberbürgermeister Thomas Kufen auch Vertreter der beteiligten Unternehmen und Organisationen teil.
„Ich freue mich sehr, dass Essen als eine von drei Städten im bundesweiten Modellprojekt SmartQuart Teil des Programms ‚Reallabore der Energiewende‘ ist“, betonte Oberbürgermeister Kufen. „Das Heinz-Nixdorf-Berufskolleg für Elektrotechnik, Informations- und Telekommunikationstechnik der Stadt Essen, das jährlich über 700 Absolventinnen und Absolventen als Elektrotechnikerinnen und Elektrotechniker, Informatikerinnen und Informatiker ausbildet, ist für dieses Modellprojekt geeignet wie kaum ein anderer Ort. Hier ist ein erfolgreiches Beispiel für Nachhaltigkeit und Klimaschutz entstanden, das zeigt, wie der Einsatz innovativer Technologien in einem dicht besiedelten Quartier vorangetrieben werden kann.“
Die neue PV-Anlage mit 170 Modulen und einer Leistung von 76,5 kWp (Kilowatt peak) wird künftig rund ein Drittel des Strombedarfs des HNBK decken. Doch nicht nur der nachhaltige Beitrag zur Energieversorgung macht das Projekt besonders – die Anlage wird zugleich ein praxisnaher Lernträger für die Schülerinnen und Schüler.
„Die Beteiligung des Heinz-Nixdorf-Berufskollegs an dem Projekt SmartQuart ist ein Gewinn für alle Partner, denn auf diese Weise wird Nachhaltigkeit vor Ort zur erfahrbaren Bildungsrealität für unsere Auszubildenden“, betont Schulleiter Jörg Gleißner. „Die PV-Anlage wird im Unterricht genutzt, um die Erzeugung, Speicherung und Einspeisung von Solarstrom praxisnah zu vermitteln.“
Auch die Projektpartner lobten die erfolgreiche Zusammenarbeit. „Die Solaranlage auf dem Dach des Heinz-Nixdorf-Berufskollegs ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg von SmartQuart“, erklärte Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG. „Dieses Reallabor der Energiewende zeigt, wie eine klimaneutrale Energieversorgung innerhalb eines Quartiers technisch und wirtschaftlich funktionieren kann.“
Dr. Frank Pieper, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Essen AG, hob die Bedeutung der Photovoltaik für die Wärmewende hervor: „Die Identifizierung und Nutzung alternativer Energiequellen für Essen ist eine der wichtigsten Aufgaben für uns als Stadtwerke. Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem Projekt am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg zeigen können, wie wir die Energieversorgung von morgen gemeinschaftlich klimaneutral gestalten.“
SmartQuart ist Teil des Programms Reallabore der Energiewende und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Das Projekt entwickelt smarte, energieeffiziente Quartierslösungen und setzt dabei auf erneuerbare Energien, Elektromobilität und innovative Vernetzungstechnologien. Neben Essen sind auch Bedburg und Kaisersesch Teil des bundesweiten Modellprojekts.
Das HNBK ist als gewerblich-technisches Berufskolleg ein idealer Partner für die Umsetzung dieser Ideen. „Wir freuen uns, dass wir als Auftragnehmer gemeinsam mit unseren Stadtwerken Essen Teil der SmartQuart-Lösung sein durften. Die gute und zügige Zusammenarbeit beim Aufbau der Solaranlage war beispielhaft“, lobte Jochen Sander, Geschäftsführer der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV).
Die neue Solaranlage am HNBK reiht sich in eine Vielzahl von Projekten ein, mit denen die Stadt Essen seit 2022 die „Solaroffensive“ vorantreibt. Bereits heute werden unter anderem das Museum Folkwang, das Regattahaus am Baldeneysee und zahlreiche weitere Gebäude mit klimafreundlichem Sonnenstrom versorgt.
Mit der erfolgreichen Umsetzung dieses Projekts setzt das Heinz-Nixdorf-Berufskolleg nicht nur ein Zeichen für nachhaltige Energieversorgung, sondern schafft zugleich eine praxisnahe Lernumgebung für die Fachkräfte von morgen.
Text: Jochen Tack / EVV; Stadt Essen; Presse- und Kommunikationsamt der Stadt Essen; ERT/STE