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Klassenfahrt nach Prag: Technik und Geschichte erleben


Vom 22. bis 26. Juni 2026 unternahmen die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe der Höheren Berufsfachschule für Informatik des HNBK eine gemeinsame Klassenfahrt nach Prag. Begleitet wurden sie von ihren Klassenlehrern Herrn Klapperich und Herrn Miglietta. Die abwechslungsreiche Woche verband technische Innovationen, historische Bildung und gesellschaftliche Fragestellungen zu einem besonderen Lernerlebnis.

Bereits am Montagmorgen startete die Reise um 8 Uhr mit dem Bus. Für gute Stimmung auf der langen Fahrt sorgte Busfahrerin Tatjana, die mit ihrer humorvollen Art die Gruppe bestens unterhielt. Nach der Ankunft in Prag am frühen Abend wurden die Teilnehmenden von Cordula Benfarji und ihrem Team herzlich begrüßt und erhielten wichtige organisatorische Informationen für die kommenden Tage. Nach dem gemeinsamen Abendessen folgte eine erste Erkundung der tschechischen Hauptstadt. Während einer Stadtführung lernten die Schülerinnen und Schüler unter anderem den Wenzelsplatz sowie die berühmte Prager Rathausuhr kennen.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen von Technik und Innovation. In verschiedenen Workshops erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in aktuelle technologische Entwicklungen. Besuche beim 3D-Drucker-Hersteller Prusa, beim Automobilhersteller Škoda sowie im Technikmuseum ermöglichten es, moderne Fertigungstechnologien und technische Innovationen aus nächster Nähe kennenzulernen.

Foto Ausblick auf die Moldau

Die Moldau prägt das Stadtbild Prags.

Gruppenfoto vor einer Kathedrale

Gemeinsame Bootstour auf der Moldau als Abschluss eines erlebnisreichen Tages.

Ein besonders bewegender Programmpunkt erwartete die Gruppe am Mittwoch mit dem Besuch des ehemaligen Ghettos Theresienstadt. Im Museum und im ehemaligen Krematorium setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinander. Die Auseinandersetzung mit den Schicksalen der Opfer sowie die Tatsache, dass Theresienstadt heute wieder eine bewohnte Stadt ist, hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Die nachdenkliche und melancholische Stimmung dieses Tages machte deutlich, wie wichtig historisches Lernen für das Verständnis von Demokratie, Menschenrechten und dem entschlossenen Eintreten gegen Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung ist.

Am Donnerstag standen weitere Workshops auf dem Programm. Unter anderem beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem Thema soziale Ungleichheit und reflektierten gemeinsam die Erfahrungen der vergangenen Tage. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Klassenfahrt neue Perspektiven eröffnet und fachliche Inhalte mit gesellschaftlicher Verantwortung verknüpft hat. Den gelungenen Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen während einer Schifffahrt auf der Moldau. Anschließend ließ die Gruppe den Abend gesellig in einem Irish Pub ausklingen, wo gemeinsam das Deutschland-Spiel im Rahmen der Fußball-WM verfolgt wurde.

Am Freitag trat die Reisegruppe schließlich die Heimfahrt an. Im Gepäck hatten die Schülerinnen und Schüler nicht nur viele schöne Erinnerungen an die gemeinsame Zeit in Prag, sondern auch zahlreiche neue Eindrücke aus den Bereichen Technik, Geschichte und Gesellschaft.

Text: SAR, Fotos: MIG

Foto Gedenkstätte Theresienstadt

Die Gedenkstätte Theresienstadt vermittelte eindrucksvoll die Bedeutung des Erinnerns.

Foto Altstädter Brückenturm

Der Altstädter Brückenturm markiert den Zugang zur berühmten Karlsbrücke.

Gruppenfoto während der Bootstour

Gemeinsame Bootstour auf der Moldau als Abschluss eines erlebnisreichen Tages.