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Zum Ende des Schuljahres 2025/26 verabschiedeten Lehrkräfte und Schulleitung des HNBK zwei langjährige erfolgreiche und kompetente Kollegen.
Nach mehr als 20 Jahren am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg der Stadt Essen verabschieden wir unseren Kollegen Christopher Ernestus in den wohlverdienten Ruhestand.
Sein beruflicher Werdegang führte ihn zunächst nicht in die Schule, sondern für über 16 Jahre in die Industrie und die Informationstechnik. Nach dem Studium der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik an der Bergischen Universität Wuppertal war er unter anderem bei Mannesmann DEMAG Hüttentechnik, der GfD – dem IT-Dienstleister der OBI-Gruppe –, der IBM-Tochter DVO sowie bei Wiesemann & Theis tätig. Dort sammelte er umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Automatisierungstechnik, Netzwerktechnik, IT-Infrastruktur, Softwareentwicklung und der medialen Darstellung technischer Zusammenhänge.
Im Jahr 2004 entschied sich Christopher Ernestus für den Lehrerberuf und begann als Seiteneinsteiger seine Ausbildung am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg. Nach erfolgreichem Abschluss unterrichtete er über viele Jahre in der Fachschule für Technik das Fach Automatisierte Anlagen sowie in der Höheren Berufsfachschule die Fächer Datenbanken und Betriebssysteme und Netzwerke. Seine langjährige Berufserfahrung aus der Wirtschaft bereicherte den Unterricht und ermöglichte den Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Einblick in die Anforderungen der modernen Arbeitswelt.
Neben seiner Unterrichtstätigkeit engagierte sich Christopher Ernestus in vielfältiger Weise für die Weiterentwicklung unserer Schule. Von 2011 bis 2022 war er Vorsitzender der Bildungsgangkonferenz der Höheren Berufsfachschule und Fachoberschule. Darüber hinaus arbeitete er in zahlreichen Arbeitsgruppen mit, unter anderem in der „Zukunftswerkstatt der Höheren Berufsfachschule“.
Als im Jahr 2017 die Schulhomepage auf eine neue Grundlage gestellt werden sollte, ging er gerne auf das Angebot ein, diese mitzugestalten und redaktionell zu betreuen. Er tat dies bis zuletzt mit großem Engagement und technischem Know-how. Viele aktuelle Informationen, Berichte und Weiterentwicklungen unseres Internetauftritts tragen seine Handschrift.
Für sein Engagement wurde Christopher Ernestus 2019 in die Entgeltgruppe E14 (entspricht Oberstudienrat) befördert – eine Anerkennung seiner fachlichen Kompetenz und seines langjährigen Einsatzes.
Außerhalb der Schule widmet er sich mit großer Leidenschaft der historischen Forschung. Als Autor und Mitautor mehrerer Veröffentlichungen beschäftigte er sich unter anderem mit der Stadt- und Familiengeschichte Marburgs. Dieses Interesse wird ihn auch im Ruhestand begleiten: Er möchte seine Arbeit im Bereich der Familien- und Ortsgeschichte intensivieren, seine Mitarbeit im gemeinnützigen Verein für Computergenealogie ausbauen, frei zugängliche genealogische Datenbanken weiterentwickeln und historische Quellen digital erschließen, wodurch er sein IT-knowhow weiter einbringen kann. Außerdem plant er, an seiner Stadtteilgeschichte von Köln-Höhenhaus weiterzuarbeiten.
Natürlich soll auch das Reisen nicht zu kurz kommen. Gemeinsam mit seiner Frau freut er sich auf neue Ziele – die erste Reise nach dem Eintritt in den Ruhestand führt die beiden nach Istanbul.
Lieber Christopher, wir danken Dir herzlich für Deinen langjährigen Einsatz, Deine fachliche Kompetenz und Dein Engagement für unsere Schülerinnen und Schüler sowie für die gesamte Schulgemeinschaft. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir Dir Gesundheit, viele spannende Projekte, interessante Reisen und vor allem viel Freude bei allem, was Du Dir vorgenommen hast.
Oder, wie Du selbst es treffend formuliert hast:
„Mir wird bestimmt nicht langweilig werden.“
Für Deinen Ruhestand wünschen wir Dir alles Gute.
Mit dem Ende des Schuljahres verabschieden wir unseren Kollegen Klaus Kaiser nach mehr als drei Jahrzehnten engagierter Tätigkeit am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg der Stadt Essen in den Ruhestand.
Klaus Kaiser wurde 1959 in Gelsenkirchen-Buer geboren und wuchs in Gladbeck auf. Nach dem Abitur am Heisenberg-Gymnasium absolvierte er zunächst seinen Wehrdienst als Richtfunker und Kraftfahrer in Coesfeld. Anschließend studierte er Elektrotechnik und Physik an der RWTH Aachen und legte damit den Grundstein für seine spätere Laufbahn als Lehrer im gewerblich-technischen Bereich.
Seinen Vorbereitungsdienst absolvierte er am Studienseminar Wuppertal für Elektrotechnik. Nach einer kurzen Tätigkeit als Lehrkraft im Angestelltenverhältnis wurde er zum Studienrat ernannt. Die Verbeamtung auf Lebenszeit folgte. 1999 wurde er zum Oberstudienrat befördert.
Während seiner gesamten Dienstzeit engagierte sich Klaus Kaiser weit über den Unterricht hinaus. Bereits 1998 qualifizierte er sich als EIB-Dozent und erweiterte damit das schulische Angebot im Bereich der Gebäudeautomation. Von 2005 bis 2006 absolvierte er zudem die Qualifizierung zum Moderator für Unterrichtsentwicklung im Berufskolleg und unterstützte anschließend rund sechs Jahre lang Kolleginnen und Kollegen bei der Weiterentwicklung von Unterricht und Schulentwicklung.
Auch außerhalb der Schule brachte er seine fachliche Kompetenz ein: Viele Jahre wirkte er als Mitglied in Prüfungsausschüssen der Handwerkskammer sowie der Industrie- und Handelskammer mit und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Qualität der beruflichen Bildung. Darüber hinaus engagierte er sich rund zehn Jahre als Geschäftsführer des Förderkreises des Heinz-Nixdorf-Berufskollegs und unterstützte zahlreiche schulische Projekte.
Eine besondere Verantwortung übernahm Klaus Kaiser als Abteilungsleiter der Berufsschule Elektrotechnik. Dieses Amt führte er vom 1. November 2013 bis zum 31. Januar 2026 mit großem Engagement, hoher Fachkompetenz und einem offenen Ohr für Schülerinnen und Schüler sowie Kolleginnen und Kollegen. In dieser Zeit prägte er die Entwicklung des Bildungsgangs maßgeblich und setzte sich kontinuierlich für eine zukunftsorientierte berufliche Ausbildung ein.
Mit Beginn seines Ruhestands eröffnet sich für Klaus Kaiser nun ein neuer Lebensabschnitt. Einen besonderen Höhepunkt durfte er bereits erleben: Seit der Geburt seines Enkelsohns Henri 2026 ist er stolzer Großvater. Es ist zu wünschen, dass nun mehr Zeit für die Familie und viele gemeinsame Erlebnisse bleibt.
Lieber Klaus, mit Deinem langjährigen Einsatz, Deiner fachlichen Kompetenz und Deinem großen Engagement hast Du das Heinz-Nixdorf-Berufskolleg nachhaltig mitgestaltet. Viele Generationen von Auszubildenden sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen haben von Deinem Wissen, Deiner Erfahrung und Deiner Verlässlichkeit profitiert.
Wir danken Dir herzlich für Deinen jahrzehntelangen Einsatz und wünschen Dir für den neuen Lebensabschnitt Gesundheit, viele schöne Momente mit Deiner Familie – insbesondere mit Deinem Enkel Henri – sowie Zeit für all die Dinge, die im aktiven Berufsleben oftmals zu kurz gekommen sind.
Für Deinen Ruhestand wünschen wir Dir alles Gute und viele erfüllende Jahre.
Dr. Markus Steffens fasste den Werdegang von Christopher Ernestus und Klaus Kaiser in einer spannenden und unterhaltsamen Präsentation zusammen. Der Leiter des HNBK, Jörg Gleißner, bedankte sich zudem in einer sehr persönlichen Rede für die geleistete Arbeit der beiden Kollegen. Sowohl der Schulleiter als auch der Lehrerrat, im Namen des gesamten Kollegiums, überreichten den beiden Abschiedsgeschenke. In kurzen Ansprachen bedankten sich Christopher Ernestus und Klaus Kaiser nicht nur für die Geschenke, sondern für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in all den Jahren.
Das Kollegium wird beide gern in Erinnerung behalten und freut sich, sie bei verschiedenen Anlässen bei hoffentlich guter Gesundheit und persönlicher Zufriedenheit wiederzutreffen.
Text: FOR, Fotos: FOR, SAR